Der Nationalrat hat am 25. September 2018 der Revision des Gleichstellungsgesetz (#Lohngleichheit) zugestimmt. Der Entscheid fiel erwartungsgemäss sehr knapp aus und wurde mit 108:84 Stimmen bei 2 Enthaltungen gefällt. Die Vorlage ist somit im Prinzip auf Kurs.
Im Gegensatz zum Entscheid des Ständerates will die Mehrheit des Nationalrats aber noch weniger Firmen zur Lohnanalyse verpflichten, nämlich erst Unternehmen ab 100 Vollzeitstellen. Der Ständerat muss nachbessern und seine Variante in der Wintersession verteidigen. Sonst wird das Geschäft langsam zur Farce.

alliance F engagiert sich für die Lohngleichheit:
Weshalb tun wir das?

Weil der statistisch nicht erklärbare Teil der Ungleichheit immer noch 7,8%beträgt; das sind pro Jahr 7,7 Milliarden Franken. Geld, das die Frauen nicht generieren, aber sehr wohl leisten. 7,7 Milliarden Franken, die in der Haushaltskasse und in den Sozialversicherungen fehlen. Lohnungleichheit prägt auch Lebensläufe, wenn junge Frauen bereits mit 8% weniger Lohn in den Arbeitsprozess einsteigen. Lohngleichheit ist auch deshalb wichtig, weil der Verdienst die Höhe der Altersrente beeinflusst. Es geht uns nicht darum, Frauen gegen Männer auszuspielen, sondern um die wirtschaftliche Selbständigkeit im Erwerbsleben, im Alter und um Unabhängigkeit vom Staat. Darum brauchen wir mehr Transparenz in Lohnfragen, Sensibilisierungsarbeit und griffige Massnahmen zur Durchsetzung der Lohngleichheit. Beide Co-Präsidentinnen von alliance F setzen sich mit hoher Priorität in den parlamentarischen Kommissionen dafür ein.