Mit einem durchsichtigen Verzögerungsmanöver hat der Ständerat am 28. Februar 2018 die Revision des Gleichstellungsgesetzes an die Kommission zurückgewiesen.

Mit einem Bubenstreich wurde die Revision des Gleichstellungsgesetzes aufgeschoben, indem ein in letzter Minute eingebrachter Rückweisungsantrag von Konrad Graber CVP (LU) die Unterstützung der SVP, FDP und der CVP-Männer fand. Es ist beschämend, dass der Ständerat auch 37 Jahre nach Einführung des Verfassungsgrundsatzes zur Lohngleichheit jegliche Entscheide für Massnahmen verweigert. Zur Medienmitteilung von alliance F.

alliance F engagiert sich für die Lohngleichheit:
Weshalb tun wir das?

Weil der statistisch nicht erklärbare Teil der Ungleichheit immer noch 7,8%beträgt; das sind pro Jahr 7,7 Milliarden Franken. Geld, das die Frauen nicht generieren, aber sehr wohl leisten. 7,7 Milliarden Franken, die in der Haushaltskasse und in den Sozialversicherungen fehlen. Lohnungleichheit prägt auch Lebensläufe, wenn junge Frauen bereits mit 8% weniger Lohn in den Arbeitsprozess einsteigen. Lohngleichheit ist auch deshalb wichtig, weil der Verdienst die Höhe der Altersrente beeinflusst. Es geht uns nicht darum, Frauen gegen Männer auszuspielen, sondern um die wirtschaftliche Selbständigkeit im Erwerbsleben, im Alter und um Unabhängigkeit vom Staat. Darum brauchen wir mehr Transparenz in Lohnfragen, Sensibilisierungsarbeit und griffige Massnahmen zur Durchsetzung der Lohngleichheit. Beide Co-Präsidentinnen von allianceF setzen sich mit hoher Priorität in den parlamentarischen Kommissionen dafür ein.